Bächlin / Newton / Voirol «In Between»
New CD «In Between»
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Lauren Newton (voc)
John Voirol (s-sax, e-horn)
Esther Bächlin (p)
2008, INSPIRINGMUSIC 002
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01 The Art Of Not Pretending
02 Spiral Of Harmony
03 A Native’s Call (Bächlin/Newton/Voirol)
04 Oriental Ride (Bächlin/Newton/Voirol)
05 In Between
06 Digedida (Bächlin/Newton/Voirol)
07 Einkehr (Bächlin/Newton)
08 So
09 Intervision (Bächlin/Newton/Voirol)
10 Pain And Relief
11 Gentle Hearts
Die drei Musizierenden sind gleichermassen
in Klassik, Jazz und freier Improvisation zuhause und verstehen
es, die Musik auf organische und lustvolle Weise jedesmal
neu zu kreieren.
Das Basismaterial dieses Trios stammt aus
der Feder Esther Bächlins, die ihre neuen Stücke
eigens für diese Besetzung konzipiert hat. Ihre kondensierten
und dennoch atmenden Kompositionen lassen viel Freiraum für
Verspieltheit und Interaktion.
Lauren Newtons ideen- und facettenreiche
Stimme führt inspirierte Dialoge mit dem expressiven
und doch stets ästhetischen Sopran von John Voirol.
Das erdig-fröhliche Englischhorn kontrastiert
und ergänzt auf spezielle Weise die luftige Stimme Laurens:
mal umgarnend, mal emsig schnatternd oder in versöhnliche
Unisono-Passagen verschmelzend.
Esther Bächlins klangmalerisches Pianospiel
wirkt strukturierend auf den Gesamtbogen eines Stückes:
es wechselt von dynamisch-perlig auf fokussiert-ruhig , ohne
an Spannkraft einzubüssen. Ihre interaktive Begleitung
lockt die Solierenden aus ihrer Reserve (The Art, So)
In den kollektiven Freeparts zwischen den
Kompositionen eröffnet sich das noch Ungesagte, Unerhörte
der Stücke. In diesen noch unerforschten Klangwelten
kommt die wahre Essenz des Trios zum Vorschein.
Esther Bächlin hat mit diesem
Projekt 2006 einen Werkbeitrag des Kanton Luzern gewonnen.
Pressetext:
Mit diesem Werkbeitrag wird ein experimentierfreudiges
Projekt gefördert, das die Jury von den kompositorischen
Bezügen und von der Besetzung her überzeugt hat.
Die Pianistin und Komponistin Esther Bächlin
hat mit dem Projekt «inspiring musig...in between»
nicht nur eine aussagekräftige Instrumentierung gefunden,
um ihre eigenen Klänge umzusetzen, sondern mit dem Saxophonisten
John Voirol und der Vokalistin Lauren Newton zwei herausragende
Musikerpersönlichkeiten, die für ihre musikalischen
Vorstellungen nicht besser gewählt sein könnten.
Sie hat deren Fähigkeiten gekonnt in ihre Kompositionen
integriert.Esther Bächlin überzeugt als eine ausgesprochen
begabte Harmonikerin.
Stimmen der Presse:
Melodien und nette Saboteure
(Tages-Anzeiger vom 12.1.07, Christoph Merki)
Die Luzerner Pianistin Esther Bächlin und ihr neues Trio
spielten im Zürcher Moods.
Selten ist im Jazz der Komponist ganz allein. Anders als in
der Klassik, wo der Komponist sein Werk „abseits“
der Interpreten konzipieren mag, schreiben in einer improvisierenden
Gruppe die Instrumentalisten mit an Tönen, die vom Komponisten
als Skizze vielleicht nur vorgedacht sind. Solches denkt,
wer im Moods am Dienstagabend der Pianistin Esther Bächlin
und ihrem Trio zuhört. Zu diesem zählen noch der
beeindruckende John Voirol (Sopran- und Tenorsax, Englischhorn)
sowie die versponnene Vokalistin Lauren Newton. Eine ausserordentlich
glückliche Hand hatte die 1965 geborene Bächlin
mit der Auswahl der Musiker. Die musikalischen Charaktere
ihrer Ensemlekollegen ergänzen ihre eigenen aufs Idealste.
Filigran ist die Musik des schlagzeuglosen Trios; Klaviertöne
mischen sich mit dem in hohen Regionen gespielten Sopransaxofon
Voirols, mit der Stimme Newtons, einer Vokalakrobatin, die
mehr Diseuse und Lautmalerin ist als Sängerin swingender
Songs. Bächlin hat ein Faible für dunkel eingefärbte
Akkorde. Für Momente wünscht man sich gar den sinnierenden
Trompeter Kenny Wheeler herbei an diesem Abend - als logische
Fortsetzung solch elegischer Pianoklänge. Die Sängerin
Lauren Newton indes steht nicht fürs Melodieselige. Mit
trippelnden Nonsense-Lauten -vom Gezirpe bis zum Geplapper-
karikiert sie Bächlins Spiel. Legt musikalisierte Lautgedichte
als eine Art Oberflächenschraffur über die Akkorde,
dreht mit Voirol die Musik ins Zirzensische. So gehen Neoromantik
und Experimentelles ineinander über: Romantisch mögen
die Kerzen flackern, die Kobolde dauernd auszupusten versuchen.
Das ist weniger Sabotage als Programm. |